Veröffentlicht in weise Worte

Weise Worte 1

Meditieren – wozu? Die folgende Zen-Geschichte weiß die Antwort.

Ein Wanderer kam zu einer Einsiedelei, in welche sich ein Mönch
zur Meditation zurückgezogen hatte. Der Wanderer bat den Mönch um etwas Wasser. Da gingen beide zu dem Brunnen und der Wanderer stillte mit einem Becher Wasser seinen Durst. Sodann wollte er vom Mönch wissen, was denn der Sinn eines Lebens in der Stille wäre.
Der Mönch zeigte auf den Brunnen mit dem aufgewühlten Wasser und sagte: „Was siehst du?“  „Ich sehe nichts,“ antwortete der Fremde. Etwas später stellte der Mönch dieselbe Frage. Der Wanderer blickte wiederum in den Brunnen und antwortete: „Jetzt sehe ich mich“. Daraufhin der Mönch: „Das ist die Antwort auf deine Frage. Als das Wasser vom Schöpfen unruhig war, konntest du nichts sehen, erst als es sich beruhigt hatte und still geworden war, konntest du dich erkennen. Das ist die Erfahrung der Stille.“

Spiegelung-Wasser

*****

Mit unserer Gefühlswelt ist es manchmal wie mit dem aufgewühlten Wasser. Erst wenn die Zeit der Ruhe, die Zeit der Stille, die Zeit des Müßiggangs gekommen ist, können wir wieder klarer sehen. Und handeln oder geschehen lassen. Die Entscheidung wird uns leicht fallen.

Erzähl mal – wie erlebst du Momente der Stille?

Alles Gute und bis bald!

 

 

 

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Autor:

Österreich. *** Reflexionen zu Leben & Alltag: Persönlichkeit, Leben in Balance, Selbstmanagement, Gesundheit, Weisheitsgedanken, Kreativität, Lebensfreude.

5 Kommentare zu „Weise Worte 1

  1. Also Gratulation zum Bild mit den gespiegelten Baeumen. Das erinnert mich an eine Geschichte die ich immer mal schreiben wollte. Nun aber zur Stille: ich denke, in einem hektischen Leben ist ein Moment der wirklichen Stille zunaechst erdrueckend, weil nichts passiert und der Kopf sich fragt, was los ist. In Staedten ist es auch schwierig, wirkliche Stille zu erleben. Aber wir muessen nicht in den Dschungel auswandern. Mir helfen manchmal einfach Ohrstoepsel. Und atmen. Indem ich mich auf den Atem konzentriere, bin ich wieder bei mir. Wenn Gedanken dann kommen, kann ich sie anschauen, ohne sie zu bewerten, und weiterfliessen lassen. Ich glaube, in mir ist es nie still. Fuer mich ist es eher wie das Wasser im Beispiel: etwas dynamisches fliesst und wird durch die Stille intensiver erlebt.

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